„Uns doch egal, wenn Du im Knast landest!“

Schweden: Kein Asyl für christliche Konvertitin


screenshot Twitter
Europa gibt sich trotz islamischem Terror immer noch grenzenlos offen. Der Islam ist mit all seinen Begleiterscheinungen hoch willkommen, Christen haben es dagegen zunehmend schwerer im untergehenden Abendland. Sie will man auch im toleranten Pipi-Langstrumpf-Land Schweden möglichst schnell loswerden. Auch wenn das für die Betroffenen Haft, Folter und im schlimmsten Fall den Tod bedeutet.

Eine junge Iranerin, die 2014 mit einem Arbeitsvisum legal nach Schweden kam, dort zum Christentum konvertierte und sogar einen schwedischen Nachnamen annahm, fürchtet nun jeden Tag ihre Ausweisung in den islamischen Staat Iran. Dort droht ihr wegen ihrer Abkehr vom Islam und ihrem neuen christlichen Glauben mindestens eine langjährige Haftstrafe. Den schwedischen Behörden ist das völlig egal. Sie erklären ungerührt:“ Wenn Du entschieden hast Christin zu werden, ist das Dein Privatproblem!“

„jede Nacht habe ich Albträume, in denen mich die Polizei verfolgt, einsperrt und in den Iran schafft“, so die Asylbewerberin Aideen Strandsson. Vor einem Jahr wurde der Asylantrag der 37-jährigen abgelehnt und bis heute wartet sie auf einen Termin für ihr e Berufungsanhörung. Wegen des schwebenden Verfahrens ist es ihr nicht erlaubt, zu arbeiten, ihr Pass wurde einbehalten und sie erhält keine staatliche Unterstützung mehr.

Sie und ihre Familie, die mittlerweile auch in Schweden lebt, glauben, dass das Verfahren bewußt verzögert wird. „Ich kenne andere, die, genau wie ich, vor ungefähr einem Jahr Einspruch gegen die Ablehnung eingelegt haben. Sie alle haben inzwischen Antwort erhalten, nur ich nicht“, erklärt die 37-Jährige. „Ich glaube, es ist den schwedischen Behörden einfach egal, ob ich lebe oder sterbe“, so Aiden Strandseen gegenüber World Watch Monitor.

Im letzten Jahr lehnte die Einwanderungsbehörde ihren Asylantrag mit der Begründung ab, man glaube nicht, dass ihr Leben im Iran in Gefahr sei, wenn sie als Christin in ihr Heimatland zurückkehrt.“Sie sagten mir, es ist Dein Leben und nicht unser Problem, wenn Du Dich entschieden hast, Christin zu werden. Das ist dann allein  Dein Problem“, so die Iranerin. Ihr Anwalt, der mehr als 1000 Fälle von Iranern und Afghanen betreut, die konvertiert sind, weiß, dass das nicht stimmt und jeden Islam-Abtrünnigen nicht nur lange Haftstrafen erwarten: „In den Gefängnissen im Iran ist Folter und Vergewaltigung an der Tagesordnung“, erklärt Gabriel Donner.

Obwohl die Schweden nach eigenen Aussagen gemäß den Bestimmungen der UN und der EU handeln, die vorsehen, Personen Asyl zu gewähren, die Verfolgung aufgrund religiöser oder politischer Überzeugungen, körperliche Strafen, Folter oder die Todesstrafe zu befürchten haben, sieht sich die Behörde im Recht. „Strandsons Fall wurde von der Migrationsbehörde bearbeitet und vor den schwedischen Gerichten angefochten, die ebenfalls entschieden haben, dass ihr kein Asyl gewährt werden kann“, so die Mitarbeiterin der Migrationsbehörde  Ulrika Langels.

„Die Migrationsbehörde nahm Aideen einfach nicht ab, dass sie wirklich Christin ist und glaubt, dass ihr Wissen über den christlichen Glauben unzulänglich sei,“ erklärt ihr Anwalt die Situation.  Doch es gebe keine verlässlichen Kriterien, um zu beurteilen, was einen wahren gläubigen Christen ausmacht und wieviel er dazu über das Christentum wissen muss“, so Gabriel Donner.

Die schwedischen Kirchen hatten die Migrationsbehörde bereits dafür kritisiert, Fragen wie „Was bedeutet die Dreifaltigkeit“ zu stellen und nicht z.B. persönliche Einstellungen und Erfahrungen als „Beweis“ in Betracht zu ziehen.

Vor der Ankunft des Islam gab es viele Christen im Iran. Die christlichen Gemeinden dort gehören laut Wikipedia zu den ältesten weltweit. Heute stellen Christen nur noch eine kleine Minderheit im mehrheitlich islamischen Staat Iran. Heute ist das christliche Missionieren in dem schiitisch geprägten Land verboten und kann mit dem Tod bestraft werden. Auch Muslime, die zum Christentum übertreten, können hingerichtet werden.  Sie und auch ihre Nachkommen gelten als völlig rechtlos. Aus Sicht des Staates sind somit sämtliche Farsi als Muttersprache sprechenden Christen als „Abtrünnige vom Islam“ zu betrachten, unabhängig davon, in welcher Generation die Familie schon christlich ist. Ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, machen wahrscheinlich die größte Gruppe von Christen im Iran aus. Sie tragen die Hauptlast der Verfolgung, insbesondere durch die Regierung. Im Gegensatz zu den traditionellen Kirchen werden sie von der Regierung als ein Versuch westlicher Länder betrachtet, den Islam und die islamische Regierung des Iran zu untergraben. Die Taufe wird als öffentliches Zeichen des Übertritts zum Christentum und damit als Angriff auf den Islam gesehen und ist daher verboten.

Außerdem werden die meisten Kinder von Christen muslimischer Herkunft automatisch als Muslime registriert. Leiter von Gruppen von Christen muslimischer Herkunft wurden verhaftet, vor Gericht gestellt und wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ zu langen Haftstrafen verurteilt, berichtet die christliche Hilfsorganisation Open Doors.

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