Mille Grazie Roma

Das Global Forum on Modern Direct Democracy in Rom war großartig

von Michael von der Lohe

Das Forum ist vorbei, der OMNIBUS ist bereits in Basel. Es war alles in allem ein begeisterndes Treffen mit sehr vielen TeilnehmerInnen aus rund 40 Nationen. Wir haben viel voneinander lernen können, insbesondere, dass die Menschen nahezu den gleichen Bedarf haben, weltweit … und dass wir uns verstehen können, wenn wir es denn wollen.

Italien kann einen großen Schritt tun
Ricardo Fraccaro, der Minister für Direkte Demokratie, hielt ein ausführliches Plädoyer für die direktdemokratischen Veränderungen, die jetzt bald in Italien beschlossen werden sollen. Das Initiativrecht soll auf der nationalen Ebene eingeführt werden, mit einem Einstiegsquorum von nur 1%. Das bedeutet, dass man (hoffentlich bald) mit 500.000 UnterstützerInnen das Recht auf eine Abstimmung erhält, die mit einfacher Mehrheit gültig ist. Dies soll in der Verfassung verankert werden.

Als Überraschungsgast kam auch noch der Arbeitsminister Luigi di Maio, der gleichzeitig der Spitzenkandidat der 5 Sterne Bewegung war. Er sagte, sie wollten den Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Arbeit den Schlüssel für die Institutionen zurückgeben, denn dies sei das Wesentliche, das bleiben solle, wenn sie nicht mehr im Amt seien.

2019 in Taiwan
In Taiwan wird das nächste Global Forum stattfinden und allen wurde noch ein Einladungsfilm von der Vizebürgermeisterin von Taipeh gezeigt. Die Stadt ist stolz darauf, Gastgeber für die nächste Konferenz sein zu können. Taiwan hat weitgehende Abstimmungsrechte eingeführt und es stehen sogar 9 Abstimmung in nächster Zeit an. Dieser Demokratisierungsschritt, hin zu deutlich mehr Selbstbestimmung, wird eine große Ausstrahlung auf Rot-China ausüben.

Danke allen Beteiligten
Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Virginia Raggi wurde das „Global Forum on Modern Direkt Democracy 2018“ in Rom beendet.
(v.l.n.r. Riccardo Fraccaro, Virginia Raggi, Bruno Kaufmann, Joe Matthews)
Es war wirklich ein großartiges Ereignis. Nicht nur in dieser Stadt, sondern ganz besonders mit diesen Aussichten für die Zukunft. So viele Menschen von allen Kontinenten waren da und es herrschte eine richtige Aufbruchstimmung. Die Selbstbestimmung der Menschen, als eine gemeinsam zu erringende Zukunft, scheint auf einem guten, kräftigen Weg zu sein.

Besonders lieben Dank an Bruno Kaufmann und Joe Mathews, die beiden Co-Präsidenten des „Global Forum on Modern Direct Democracy“, und auch an das ganze Team von Democracy International, die verantwortlich die Vorbereitung und Durchführung geleistet haben. Sie alle schaffen wirklich etwas Bedeutendes!

Arrivederci Roma! Mille Grazie!

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