Deutsch-Französischer Wirtschaftstag stand im Zeichen globaler Herausforderungen und des digitalen Wandels

Am 19. Oktober 2018 fand in Berlin die vierte Ausgabe des Deutsch-Französischen Wirtschaftstages statt.

Die von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer organisierte Veranstaltung wurde zum ersten Mal in Deutschland abgehalten. Sie lenkte den Blick auf die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und Deutschland, die auf großem gegenseitigem Vertrauen beruhen und von den aktuellen zukunftsorientierten Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen in Frankreich noch verstärkt werden.
Themen und Redebeiträge

Im Mittelpunkt der Konferenz standen zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen:
– der Zusammenhalt Europas angesichts globaler Herausforderungen,
– die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen im digitalen Zeitalter.
Zu den Rednerinnen und Rednern zählten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung, darunter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der Präsident des BDI, Prof. Dieter Kempf, der Präsident des französischen Arbeitgeberverbandes Medef, Geoffroy Roux de Bézieux, der Leiter des Institut Jacques Delors, Prof. Henrik Enderlein sowie die Vize-Gouverneurin der Banque de France, Sylvie Goulard.
Am Vorabend der Konferenz lud Botschafterin Anne-Marie Descôtes die Rednerinnen und Redner, deutsche Unternehmensvertreterinnen und -vertreter sowie wichtige Mitglieder der französischen Unternehmergemeinschaft in Deutschland zu einem Empfang die die Französische Botschaft ein.

Keynote von Botschafterin Anne-Marie Descôtes

Zum Auftakt der Konferenz erläuterte die Botschafterin die zahlreichen und erfolgreichen Reformen der französischen Regierung, die das Land zu einem der attraktivsten Standorte in Europa machen, und erinnerte an die Bedeutung der deutsch-französischen Handelsbeziehungen:

„Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Frankreichs, sowohl bei den Importen (15,8 %) als auch bei den Exporten (14,8 %), und unser Handelsvolumen belief sich im Jahr 2017 auf 154 Milliarden Euro. In Frankreich haben sich rund 4500 Unternehmen deutscher Herkunft mit einem Investitionsvolumen von 60,5 Milliarden Euro niedergelassen und 300 000 Arbeitsplätze geschaffen. Im Vergleich dazu sind in Deutschland 4000 französische Unternehmen vertreten, die fast 400 000 Mitarbeiter beschäftigen. Hinzu kommt, dass im letzten Jahr die deutschen Investitionen in Frankreich aufgrund der Verbesserung des Geschäftsklimas und umfassender Reformen in Frankreich deutlich gestiegen sind.“

Das Gewicht der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen schlüge sich jedoch nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität nieder, so die Botschafterin weiter, denn sie seien ein wichtiger Stabilitätsfaktor sowie ein widerstandsfähiger und erfolgreicher Motor angesichts großer Herausforderungen.
Abschließend unterstrich die Botschafterin noch einmal die Rolle der Unternehmenschefs und Berufsverbände als treibende Kraft beim Aufbau einer echten deutsch-französischen Handelsgemeinschaft.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.