Algerien verbietet die Burka, England verkauft sie an Neunjährige

In Algerien ist Frauen das Tragen von Burka oder Niqab während der Arbeit fortan verboten.

Hintergrund dieser Maßnahme sind auch sicherheitspolitische Erwägungen.

Bereits diesen Sommer berichtete Info-DIREKT über einen Wandel, der sich in der islamischen Welt und Europa parallel zu vollziehen scheint. Damals war der Libanon in die Schlagzeilen geraten. Junge Frauen wurden in knappen Uniformen und ohne jede Verhüllung des Gesichtes als Polizistinnen im Verkehr eingesetzt. Der Bürgermeister des Stadtteils hatte argumentiert, man wolle dem konservativen Ruf der arabischen Welt ein Bild der Offenheit entgegensetzen.

Bürgermeister im Libanon liberaler als Österreichs Bundespräsident

In Österreich war zu dieser Zeit bereits ein Bundespräsident im Amt, der kurz nach Antritt seines Amtes davon fantasierte, aus Solidarität mit Musliminnen alle Frauen darum zu bitten, ein Kopftuch zu tragen. Wer sich dieser Tage erinnert, der erlebt heute ein Deja vu. Wieder wird im arabischen Raum ein Schritt gegen die mittelalterliche Verhüllung der Frau unternommen. Und wieder geht man im Westen aus Toleranz den Weg in die umgekehrte Richtung.

Algerien befreit seine Frauen von dem Schleier

Nun tut sich Algerien mit einem progressiven Schritt hervor. Die Burka wird aus der Arbeitswelt verbannt – insbesondere im öffentlichen Dienst. Dabei spielen auch Sicherheitserwägungen eine Rolle. Immer wieder kommt es vor, dass auch Terroristen den in islamischen Ländern völlig unverdächtigen Blickschutz nutzen, um ihre Mordwaffen darunter zu verbergen.

Britischer Konzern verkauft Schleier an Neunjährige

Und wieder gibt es ein zeitgleich im umgekehrten Sinne für Aufregung sorgendes Beispiel aus dem Westen. Die britische Einzelhandelskonzern Marks & Spencer führt sogenannte Hijabs im Sortiment – für neunjährige Schulkinder. Der Hijab ist eine Kopfbedeckung, die nur den Ausschnitt des Gesichtes freilässt. Entgegengewirkt werden soll damit einer Sexualisierung des Kindes.

Da stellt sich doch die Frage: Sagt das mehr über das Frauen- oder über das Männerbild der Gläubigen aus?

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