Ukraine und Rußland: Konflikt eskaliert

Russland entert ukrainische Boote


Russische Elitesoldaten Speznas haben drei Boote der ukrainischen Marine geentert.

Das teilte das Kommando der ukrainischen Marine mit. Die Kanonenboote „Berdjansk“ und „Nikopol“ wurden getroffen und konnten nicht fahren. Der Schlepper „Jani Kapu“ wurde zum Stopp gezwungen, heißt es in der Meldung.
Russisches Militär schleppte dabei zwei aufgebrachte Schiffe der ukrainischen Seestreitkräfte ab, sechs ukrainische Marinesoldaten sind verletzt.
Darüber berichten die Seestreitkräfte der Ukraine .
“Laut den operativen Informationen sind das Motorboot „Berdajansk“ und der Schlepper „Jani Kapu“ aufgebracht worden, die abgeschleppt werden. Das Motorboot „Nikopol“ ist blockiert und fährt in Begleitung von Besatzern.Sechs ukrainische Soldaten wurden verletzt“, heißt es im Bericht.

Hintergrund
Es geht bei dem Konflikt um die Meerenge bei Kertsch, die das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer verbindet. Über diese Meerenge ist eine Brücke gespannt, die aus russischer Sicht nach der Besetzung der Krim „Russland mit Russland“ verbindet. Alle Schiffe , die diese Meerenge passieren, müssen dies anmelden, denn Russland hält sich für diese Meerenge verantwortlich und reguliert den Verkehr.
Die Ukraine hat dies bisher akzeptiert, aber sichnun entschlossen, dies nicht mehr zu beachten und drei Kriegsschiffe durch diese Meeresenge geschickt, um zu demonstrieren, dass man die Herrschaft Russlands und den Anspruch Russlands auf das Asowsche Meer und die Krim nicht anerkennt.
Russland reagierte darauf und hat drei Boote aufgebracht. Es kam zu einem Schusswechsel und gab Verletzte auf ukrainischer Seite. Russland hat jetzt die Meeresenge blockiert und russische Flugzeuge und Hubschrauber sind ständig in der Luft.

USA kündigen Sitzung des UN-Sicherheitsrats an – Russlands Aggression gegen Ukraine auf Tagesordnung
Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Situation in dem Asowschen und dem Schwarzen Meer im Zusammenhang mit der Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine findet am Montag, den 26. November statt.
Dies teilte die US-Botschafterin in der UNO Nikki Haley auf Twitter mit, meldet Ukrinform.
Mit Rücksicht auf die Zeitverschiebung soll die Sitzung um 18.00 Uhr Kyjiwer Zeit abgehalten werden.
Zugleich soll das Land, das den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat hat (China), eine offizielle Bestätigung des Zeitpunktes und der Tagesordnung der Beratung offiziell veröffentlichen.
Wie Ukrinform mitteilte, hätte die Ukrainische Mission bei der UNO am Sonntag an den Vorsitzenden des Sicherheitsrats mit einer Initiative gewendet, Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats bezüglich aggressiven Vorgehens Russland in dem Asowschen und dem Schwarzen Meer einzuberufen.

Poroschenko unterstützt Verhängung des Kriegszustandes
Präsident Petro Poroschenko hat den Vorschlag des Militärkabinetts über die Verhängung des Kriegszustandes in der Ukraine (für 60 Tage) unterstützt.
Das gab er in der Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine bekannt, berichtete ein Korrespondent von Ukrinform.
„Gemäß der Verfassung beschließe ich, den Vorschlag des Militärkabinetts zu unterstützen, die entsprechende Entscheidung in der Sitzung Sicherheits- und Verteidigungsrats einzubringen und sich damit an die Werchowna Rada der Ukraine zu wenden“, sagte Poroschenko.

Ukraine fordert von Russland, aufgebrachte Schiffe im Asowschen Meer unverzüglich zurückzugeben
Die Ukraine fordert von Russland, den im Asowschen Meer verletzten Marinesoldaten unverzüglich medizinische Hilfe zu leisten und sie freizulassen sowie die aufgebrachten ukrainischen Militärschiffe zurückzugeben.
Dies geht aus der Erklärung des Außenministeriums der Ukraine hervor.
„Die Ukraine fordert, den verwundeten Marinesoldaten umgehend medizinische Hilfe zu leisten, ihre sofortige Rückkehr in ihre Heimat zu gewährleisten und das beschlagnahmte militärische Eigentum zurückzugeben und der ukrainischen Seite zugefügte Schaden zu ersetzen“, heißt es in der Erklärung.
Das Außenministerium der Ukraine erhebt einen kategorischen Protest gegen die Russische Föderation im Zusammenhang mit dem bewaffneten Angriff und der Aufbringung der ukrainischen Militärboote „Berdjansk“, „Nikopol“ und des Schleppers „Jani Kapu“ sowie der Verwundung und Festnahme von Besatzungsmitgliedern.
„Ein Angriff auf ukrainische Schiffe, die vom Hafen von Odessa zum Hafen von Mariupol mit der Einhaltung aller bestehenden multilateralen und bilateralen internationalen Abkommen und Schifffahrtsbestimmungen fuhren, ist ein weiterer Akt der bewaffneten Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine, wie das insbesondere im Artikel 2 der Charta der UN und durch die Bestimmungen der Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen 29/3314 vom 14. Dezember 1974 zur Definition von Aggression festgelegt ist.

Russland hat praktisch sein militärisches Vorgehen gegen die Ukraine auf Meer ausgeweitet“, heißt es weiter in der Erklärung.

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