Terroranschlag in Straßburg: Straßburger Verdächtiger erschossen

[Update 13.12.2018]

Cherif Chekatt, der mutmaßliche Täter des Bombenanschlags in Straßburg, ist nach einer Polizeiaktion im Bezirk Neudorf ums Leben gekommen, berichten mehrere französische Medien.

Seit Dienstagabend wurde eine massive Polizeiaktion gestartet, um den Täter zu deaktivieren, der in der Nähe des Weihnachtsmarktes in Straßburg einen terroristischen Anschlag verübt hatte.

Der Angriff tötete zunächst 3 Menschen – jetzt vier – und verletzte 13, so der jüngste Bericht der Behörden.

Inzwischen mehr als 700 Beamte führten tagsüber Straßenkontrollen, Hubschrauberpatrouillen und Grenzüberwachungen durch.
Die Ermittler befürchteten, dass Chekatt in das benachbarte Deutschland gefahren sei.
Neben Deutschland hatte die Schweiz, 130 Kilometer südlich von Straßburg, auch ihre Grenzsicherungsmaßnahmen verstärkt.

Französische Polizisten hatten zuvor am Donnerstag einen „nahen Verwandten“ von Cherif Chekatt verhaftet. Chekatts Vater, Mutter und zwei Brüder waren bereits am Dienstagabend in Untersuchungshaft genommen worden.

Inzwischen 4 Tote
Inzwischen gibt es 4 Tote, ein weiteres schwer veerletztesd Opfer hat das Attentat nicht überlebt.

Bei einem Angriff im Bereich des Straßburger Weihnachtsmarkts geht die Polizei von einem islamistisch-terroristischen Hintergrund aus.

Fahndungsaufruf der Polizei

Der Attentäter Chérif Chekatt wird inzwischen als Islamist eingestuft und habe bei seinen Attacken in der Straßburger Innenstadt eine Handfeuerwaffe und ein Messer dabei gehabt, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt Rémy Heitz: „Auf seinem Weg hat er mehrfach das Feuer mit einer Handfeuerwaffe eröffnet und ein Messer benutzt, mit dem er getötet und schwer verletzt hat.“

Am Dienstagabend gegen 20 Uhr wurde im Stadtzentrum von Straßburg ein als terroristisch eingestufter Anschlag verübt.
Noch gestern hatte es eine Durchsuchung seiner Wohnung gegeben, bei denen auch Waffen gefunden wurden. Darunter seien eine Handgranate, ein Gewehr mit Munition und mehrere (Jagd)Messer.

Es sei bekannt gewesen, dass er sich im Gefängnis radikalisiert habe. Zeugen des Attentats zufolge soll er bei der Tat „Allahu akbar“ gerufen haben.
Nach der Tat habe er ein Taxi entführt und sich von dem Fahrer wegfahren lassen. Dieser berichtet der Polizei, Chekatt sei angeschossen worden und habe geblutet.

Chérif Chekatt wurde wegen schweren Diebstahls auch in Deutschland verurteilt.
2012 brach er nachts in eine Zahnarztpraxis in Mainz ein und stahl Geld und Zahngold.
2016 brach er in eine Apotheke im badischen Engen ein und wurde gefass.
Er saß darauf 2016 und 2017 in Deutschland in Haft.
Chekatt und sein Bruder Sami werden in Frankreich als radikalisiert eingestuft und dem Straßburger Islamistenmilieu zugerechnet.

Der Verdächtige wird noch immer gesucht, es gab zunächst drei Tote.
350 Polizisten sind an der Fahndung beteiligt.

Der Anschlag
Gegen 20 Uhr betrat Chérif Chekatt bewaffnet die Umgebung des Weihnachtsmarktes über die Raven’s Bridge in Richtung Rue des Orfèvres.
Der Täter eröffnete das Feuer und verletzte mehrere Personen.

Der Unbekannte hat am Dienstagabend auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt das Feuer eröffnet.
Jüngsten Berichten zufolge gibt es 14 Opfer, davon 3 Tote, 5 Schwerverletzte und 6 Leichtverletzte laut Polizei.
Der Täter ist noch immer flüchtig, teilte die Präfektur des Départements Bas-Rhin mit.
Die Polizei habe die Verfolgung aufgenommen.

Die identifizierte Person wäre den Behörden bekannt, sagte Innenminister Christophe Castaner.
Berichten zufolge wurde er 2011 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, darunter war er sechs Monate im Gefängnis wegen eines Angriffs mit einer Waffe.
Der Täter ist algerischer Herkunft, 29 Jahre alt und in Straßburg (BFM) geboren.
Er sollte am Dienstagmorgen im Rahmen einer Untersuchung von den Gendarmen verhaftet werden.
Laut Staatsanwaltschaft ermittelt diese gegen ihn wegen „mehrfachen Mordes und Mordversuchen in Zusammenhang mit einem terroristischen Unterfangen und in Verbindung mit einer terroristischen kriminellen Vereinigung“.

In einer Nachricht bei Twitter appellierte ein Mitarbeiter des Bürgermeisters an die Bewohner, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.
„Danke an alle, die zu Hause bleiben und auf die Klärung der Situation warten“, schrieb Alain Fontanel. Das Pariser Innenministerium sprach ohne weitere Details von einem „schwerwiegenden Ereignis der öffentlichen Sicherheit“.

Die Schüsse sollen laut übereinstimmender Medienberichte gegen 20 Uhr gefallen sein.
Mehrere Orte in der Innenstadt von Straßburg sollen betroffen gewesen sein, darunter die Rue des Orfèvres, die Rue des Grandes-Arcades und die Grand’Rue.
In der Nähe findet der Weihnachtsmarkt statt, einem der ältesten und größten Europas.

Um 22:13 Uhr gab es einen Schusswechsel am Einsatzort in Neudorf, wo sich der Täter verschanzt hat.
Die Polizei forderte ihn vor dem Gebäude auf, sich zu ergeben und brach die Tür des Gebäudes in der Rue d’Epinal 5 im Stadtteil Neudorf auf, in dem die Polizeioperation stattfindet.

Der Weihnachtsmarkt für Mittwoch abgesagt

Auf Beschluss des Bürgermeisters von Straßburg bleibt der Weihnachtsmarkt am Mittwoch, den 12. Dezember, geschlossen. Der Bürgermeister hat einen Trauertag erklärt.
Alle Shows werden abgesagt.
Schulen, Colleges und Gymnasien sind am Mittwoch geöffnet.
Die Stadt wird von der nationalen Polizei und mobilen Kräften überwacht.
Roland Ries ist im Hôtel de Police de Strasbourg mit Innenminister Christophe Castaner, der selbst in direktem Kontakt mit dem Präsidenten der Republik und dem Premierminister steht, in Paris.

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